Abstecher in die Absurditäten des Weihnachtsfestes


Horst Weber gibt den Weihnachtsmann, unterstützt von Frontmann Wolfgang (3.v.l.) Nagel und seiner Band. Bildquelle: Bürgerstiftung Meckenheim

Veranstaltung der Bürgerstiftung Meckenheim / „Medden us dem Levve“ reißt das Publikum mit

In der vollbesetzten Schützenhalle hat die Bürgerstiftung Meckenheim Vorfreude auf das Weihnachtsfest geweckt. Das beliebte Kölner Kabarett-Ensemble „Medden us dem Levve" war erneut zu Gast und begeisterte das Publikum mit seinem neuen Programm „Su e Kreppche öm et Kreppche". Mal besinnlich, mal heiter, aber stets unterhaltsam gingen Wolfgang Nagel und seine Künstlerkollegen auf die anstehenden Feierlichkeiten ein. In Liedern, Sketchen und Geschichten erzählten sie vom Zauber des Festes und seinen Absurditäten. Zuvor hatten Bürgermeister Bert Spilles als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung Meckenheim und sein Vorstandskollege Burchard Kraus begrüßt und den Besuchern „gute Unterhaltung auf Muttersprache" sowie fröhliche Weihnachten gewünscht.

Elfi Steickmann thematisierte eingangs Aktuelles wie den Umweltschutz. „Ich verwende meinen Winterspeck aus dem Vorjahr", spielte sie auf die Wiederverwertung an. Die Frage nach Heimat beantwortete die Künstlerin mit dem Ort, „wo man seinen Bauch ausstrecken darf." Mit dem Song „in paar Daach" notierte das Ensemble musikalische Wünsche auf dem Wunschzettel. Nachdenklich stimmte „Danz, danz, danz". Das Stück handelt von der Einsamkeit. Eine ältere Dame träumt sich darin zurück auf die Tanzfläche ihrer Jugend.

Immer wieder erzeugten die Protagonisten auf der Bühne neue Stimmungen und entführten die Zuschauer unter anderem nach Köln. Auf seinen zahlreichen Weihnachtsmärkten begegnen einem Menschen mit interessantem Akzent, der nur eine Herkunft zulasse: den Glühweinstand, analysierte Keyboarder Andreas Münzel augenzwinkernd. Horst Weber schnitzte dagegen in der Weihnachtskrippe den heiligen Willy Millowitsch und berichtete von der Festzeltgarnele: der Currywurst. Als er das Lied „Der letzte Wagen ist immer ein Kombi" und damit die Zugabe des Abends anstimmte, sang und schunkelte das Publikum kräftig mit, um sich schließlich mit tosendem Beifall für drei Stunden voller besinnlicher und heiterer Momente bei den Künstlern zu bedanken.